Dialog!?

Dresden, 16. Dezember 2015. Dialogversuch. In der Kreuzkirche. Leider von vornherein zum Scheitern verurteilt und folgerichtig dann auch gescheitert.
Die Protagonisten: der OB, Superintendent Behr, die Organisatoren der Veranstaltung, u.a. René Jahn (Pegida) und Barbara Lässig. Dazu ausgewählte Bürger verschiedenen Couleur, die an das Mikro traten und recht unterschiedliche Statements abgaben. Dass man keinen Asylsuchenden finden konnte, wie Frank Richter, Leiter der Landeszentrale für politische Bildung und Moderator des Abends, anmerkte, ist mir komplett unverständlich – die hätten nur mal mich fragen müssen, das wäre kein Problem gewesen. Doch offensichtlich sind die Herrschaften recht weit von der Basis entfernt. Zuletzt kamen dann ca. 20 Wortmeldungen aus dem Publikum, teils konstruktiv, teils pragmatisch, teils verstörend.

So weit, so (zunächst) gut. Immerhin ein Anfang in dieser tief gespaltenen Stadt. Ich selbst war ja auch gekommen, weil ich die Hoffnung auf eine Überwindung dieser Spaltung nicht aufgeben will. Aber was war das Problem? Eigentlich waren es gleich zwei Probleme: erstens wurden die von Pegida geschürten Ressentiments nicht kritisch hinterfragt, sondern durch diese Veranstaltung „geadelt“, so, als könnte man auf der Basis menschenfeindlicher Einstellungen tatsächlich einen Dialog beginnen. Und zweitens wurde schnell deutlich, wie verhärtet die Fronten sind. Dialog!?weiterlesen