Älterwerden – Pro und ContraGetting older – Pros and Cons

rechtsErst einmal: woran merkt man eigentlich, dass man älter wird?

Das ist eines der Hauptprobleme dabei: es sind nur zwei Dinge, an denen man das merkt. Und Selbstwahrnehmung gehört nicht dazu.
Es sind zum Einen (neben dem Blick in den Spiegel) die ärgerlichen und sich stetig vermehrenden Zipperlein. Hauptsächlich jedoch merkt man es an der Wahrnehmung durch die Umgebung und deren Reaktionen, durch Andere also.
In meinem Inneren und meinen Gedanken fühle ich mich wie 25, nicht wie 55. Sich innerlich alt zu fühlen, das kommt, glaube ich, erst viel später. Im Moment gibt es da für mich keinen Unterschied zu der Zeit vor 30 (!) Jahren. Sowas kann zum Problem werden – man schaue sich nur alte Männer an, die sich junge Freundinnen zulegen. Da kann man das Peinliche an diesem Problem ausgiebig begutachten.rechtsFirst of all: how do you actually realize that you are getting older?

This is a major problem: there are only two things by which you will notice this and self-awareness is not among them.
There are on the one hand (in addition to looking in a mirror), the annoying and ever-proliferating niggles. However, it is mainly realized by the perception of your environment and it’s reactions.

In my heart and my mind I feel like I’m 25 years old, not 55. To feel old inside – that will come I assume will come much later.
At the moment, nothing of my inner feeling has really changed, compared to 30 (!) years ago. Sometimes, and for some people, this can be a problem – just look at old men with young girlfriends. In these cases, you can see the embarrassing consequences of this problem.
Älterwerden – Pro und ContraGetting older – Pros and Consweiterlesen

LegoLego

Als ich mal Architekt war, da schaute man sich vor dem Entwerfen noch die umgebende Architektur an. Heute sind die Architekten dran, die das nicht mehr zu scheren scheint: diejenigen, die mit Legosteinen aufgewachsen sind. Das sieht man eindeutig.
Mir graut schon vor der nächsten Generation – die ist mit Super Mario aufgewachsen…

IMG_3968IMG_3028IMG_3958IMG_3026IMG_2977IMG_3960IMG_3961lego

When I was an architect, we always took a look at the surrounding architecture before starting to work on our designs. With new architects it seems as if they couldn’t care about that at all. They are the generation that grew up with Lego bricks and you can tell.
I am quiet afraid of the next generation – they grew up with Super Mario…

IMG_3968IMG_3028IMG_3958IMG_3026IMG_2977IMG_3960IMG_3961lego

Written and translated by Claus Dethleff (GER)
Language check and corrections by Johannes Dethleff (UK)

Big Broogle is watching youBig Broogle is watching you

BRernstaugengezGLE

Ich bin absolut kein Anhänger von Verschwörungstheorien (diese hier vielleicht ausgenommen) und kein ängstlichen Mensch. Ich leide nicht unter Verfolgungswahn, bin viel mehr der Zukunft als der Vergangenheit zugewandt und kein Pessimist, sondern Realist. Ich kenne mich ziemlich gut mit moderner Computertechnik und dem Internet aus.
Alle gute Gründe, NICHT in Panik zu verfallen und auch nicht den Teufel an die Wand zu malen, was die moderne digitale Welt angeht. ABER.BRernstaugengezGLE

I am absolutely not a fan of conspiracy theories (except maybe this one) and am not a timid man. I don’t have a persecution complex, am much more tuned to the future than the past, and not a pessimist, but a realist. I know a great deal about modern computer technology and the Internet.
All good reasons to NOT to live in panic and fear, and not to paint the modern digital world as the Devil. BUT.

Big Broogle is watching youBig Broogle is watching youweiterlesen

Im Sog der Stolpersteine

Eine Recherche kann wie ein Sog sein. Sie kann einen einsaugen in eine Welt, die kein Ende zu haben scheint und die einen nicht mehr loslassen will. Das habe ich in den letzten Wochen am eigenen Leib erfahren.

Stolperstein in Berlin. Foto: Thomas Quine
Stolperstein in Berlin.
Foto: Thomas Quine

Eigentlich fing das alles schon vor Monaten an. Schon länger bin ich aktiv in der Bürgerinitiative „Laubegast ist bunt!„, die es sich zum Ziel gesetzt hat, dafür zu sorgen, dass Laubegast ein offener, bunter und toleranter Stadtteil wird bzw. bleibt.
Anlass für die Gründung dieses Netzwerkes, in dem Bürger, Ortsbeiräte und auch die Polizei zusammenarbeiten, war das Wahlergebnis der letzten Stadtratswahl. Bei dieser brachte es die NPD im Wahlbezirk Laubegast/Leuben auf teilweise bis zu 7% (Laubegast) und sogar 8,5% (Leuben) der Stimmen. Hauptaugenmerk der Initiative ist also rechtsextremistisches Gedankengut und was man dagegen tun kann.
Ende Oktober 2012 hatte dann jemand die Idee, auch hier bei uns in Laubegast sogenannte „Stolpersteine“ zu verlegen. Damit begann es für mich.

Im Sog der Stolpersteineweiterlesen

Gangster-Rapper

Vorgestern war ich im Militärhistorischen Museum Dresden. Allein schon das wäre einen Artikel wert, aber ich war gar nicht in der Ausstellung des Museums (die hab‘ ich mir auch schon angesehen), sondern in einer Veranstaltung, die grausig und auch ein bißchen lustig war. Titel der Veranstaltung: „RESET – Aussteiger aus der rechten Szene berichten“. Klang interessant.
mhmddDas Auditorium des Museums war brechend voll, auf dem Podium saß eine seltsame Mischung von Menschen: der wissenschaftliche Leiter des Museums als Diskussionsleiter, der Chef der „SOKO Rex“ (ein Kriminalhauptkommissar aus Bautzen), ein etwas älterer und behäbiger Sozialarbeiter, der ein Aussteigerprogramm betreibt, dazu zwei (ehemalige) Nazis. Der eine war der Typ „ich bin total doof und merke es noch nicht mal“, der andere eher „ich bin intelligent und gebildet und zeige das auch“.
Gleich vorab: ich finde es aller Ehren wert, dass diese beiden Jungs den Absprung geschafft haben, und die Arbeit des Sozialarbeiters ist natürlich total wichtig. Aber die Veranstaltung selbst!?! Gangster-Rapperweiterlesen

Nationalfeiertag

So fängt es immer an...
So fängt es immer an…

Im Sommer 2011 war mal eine Reise nach Paris fällig, mit der ganzen Familie. Bei uns ist das nicht immer einfach zu planen, denn für Selbstständige bedeutet Urlaub machen nicht nur die nötige Zeit finden, nein, es bedeutet auch etliche Tage kein Geld verdienen und dann auch noch den Urlaub bezahlen. Daher hängt das bei uns (wir sind beide selbstständig) immer von vielen Faktoren ab, und der Zeitraum ergibt sich eher zufällig. So auch in diesem Fall. Wer käme auch sonst auf die Idee, ausgerechnet um den französischen Nationalfeiertag (14. Juli) herum nach Paris zu fahren? Aber gerade das sollte sich als besonderes, für uns auch irgendwie befremdliches Ereignis herausstellen.
Nationalfeiertagweiterlesen