GEMA, GEZ und Apple

Was haben diese drei gemeinsam? Ich rege mich oft über sie auf. Obwohl, eigentlich gar nicht so sehr über sie direkt, sondern über das Phänomen in den Sozialen Netzwerken (und nicht nur dort), das sie eint: die undifferenzierte und damit populistische Kritik.
Natürlich kann man sich über die GEMA echauffieren, denn sie ist ein aufgeblasener Verwaltungsgolem, der Geld schluckt und es überwiegend an Leute verteilt, die ohnehin schon genug davon haben. Aber die Grundidee ist deshalb trotzdem nicht schlecht, wird in der undifferenzierten Kritik aber gleich mit verdammt. Nur Leute, die niemals geistiges Eigentum hatten oder haben werden, können die Abschaffung desselben verlangen.
Dass die GEMA irgendwann tief in der analogen Vergangenheit steckengeblieben ist und es nicht schafft oder schaffen will, in der Gegenwart anzukommen und an einer notwendigen Reform der Urheberrechts mitzuarbeiten, wird vielleicht langfristig sogar in die Selbstabschaffung münden. Aber die anfangs angeprangerte, undifferenzierte Kritik richtet sich eben meist an niedere Instinkte („die wollen unser Geld, die Schweine!“) und hat keinerlei Interesse an einer differenzierten Betrachtung des Themas. Das nervt. GEMA, GEZ und Appleweiterlesen

Der Mensch schafft sich ab

Zuerst sah ich sie nur im Westen – die Automaten an Tankstellen, die einem das Kleingeld abgezählt herausgeben. Automatisch. Dann gab es das auch in Dresden, und da war mein Erstaunen schon nicht mehr so groß. Ich sprach die Kassiererin darauf an und fragte, ob sie nicht Angst habe, irgendwann, so nach und nach, von Automaten ersetzt zu werden. Sie hatte aber eine Erklärung für den Einsatz der Maschine parat (die ich nicht mehr zusammenkriege – irgend was mit Fehleranfälligkeit…. der Kassierer?) und, als letzten Notrettungsanker, die Aussage „Ich spreche mehr Sprachen als der Automat“. Wohl wahr, aber im Zeitalter kurz vor der Einführung automatischer Sprachübersetzungssysteme nicht langfristig überzeugend. Der Mensch schafft sich abweiterlesen