Stolpersteine – die Verlegung

Zwei Tage ist es jetzt her, da hat Gunter Demnig in Laubegast die fünf Stolpersteine verlegt, für die ich die Recherchen gemacht hatte. Ich habe in meinem Blog schon hier und hier darüber berichtet. Auf den Tag hatte ich mich schon lange mental vorbereitet, er hat mich dann aber doch noch mehr mitgenommen als ich erwartet hatte. Jetzt möchte ich dieses Kapitel mit ein paar Fotos der Verlegung und einem kurzen Bericht abschließen.

Emil Hochberg

Emil Hochberg

Zwei Wochen vor der Verlegung gab es noch eine echte Überraschung: es meldete sich die Nichte eines der Opfer bei mir. Sie hatte von unserem Vorhaben hier, in diesem Blog, gelesen. So kam ich dann im Falle Emil Hochberg noch an interessante Informationen und sogar an ein Foto.
Das war noch einmal sehr aufregend, war es mir doch zuvor nicht gelungen, noch lebende Verwandte von Emil Hochberg zu finden.

Etwas Angst hatten wir natürlich vor dem Wetter am Tag der Verlegung, war doch der “Horrorstrurm” Xaver angekündigt. Der kam dann aber erst abends, und so war es zwar kalt, aber trocken. Die Verlegungen durch Gunter Demnig, unterstützt von zwei Mitarbeitern des Dresdner Tiefbauamtes, liefen ohne Probleme ab, obwohl an den beiden Orten am Elbufer wegen des Asphalts etwas größere Arbeiten nötig waren. Ich war sehr erfreut über die vielen Teilnehmer an den feierlichen Verlegungen – Vertreter des Ortsamtes, Mitglieder des Netzwerkes “Laubegast ist bunt” und sogar einige Passanten und Anwohner versammelten sich. Es wurde Musik gespielt, wobei vor allem der Gitarrist mit einigen beherzt gegriffenen, schrägen Akkorden dafür sorgte, dass sich nicht allzu große Trauer breit machte. Jeweils ein Mitglied des Netzwerkes verlas das Schicksal des Opfers, es waren berührende und feierliche Momente.

Zu einer kleinen “Fast-Eskalation” kam es am Laubegaster Ufer, als ein Mann aus dem Haus kam und offensichtlich genervt war, dass dies (der Stolperstein liegt unmittelbar vor dem Zugang) nicht ganz einfach war. Am Kleinzschachwitzer Ufer nahm, im Gegensatz dazu, die Hauseigentümerin an der Zeremonie teil und war sehr gerührt.
Glücklicherweise hatte ich dort noch Gelegenheit, mich direkt bei Gunter Demnig zu bedanken. Was für ein angenehmer, netter und bescheidener Mensch!

Am Abend fand dann in der Jüdischen Gemeinde eine Gedenkfeier statt, die gut besucht war. Es wurde an die Schicksale der Opfer erinnert, unter anderem von Vertretern des Anti-Rassismus Fanclubs von  Dynamo Dresden, die auch die Patenschaft für fünf Steine übernommen hatten. Ein Seniorenchor sang sehr schön, und am Ende durfte auch ich die Schicksale der fünf Menschen, für deren Stolpersteine unser Netzwerk die Patenschaft übernommen hat, vortragen.
Im Anschluss an die Feier hatte ich dann noch  Gelegenheit, mich ausgiebeg mit den vielen Familienmitglieder von Arthur Chitz (ehemaliger Konzertmeister am Schauspielhaus) zu unterhalten, die aus Boston und New York zur Verlegung eines Steines angereist waren. Die waren so gerührt und erfreut, es war eine Freude, mit diesen wirklich sehr netten Menschen zu sprechen und zu sehen, was das Stolpersteine-Projekt auch und vor allem für die Angehörigen bedeutet.

So, nun  ist er geschafft, der erste Stolperstein-Akt für mich. Zwei Tage habe ich gebraucht, um mich davon zu erholen. Und nun geht es auf zum zweiten Akt. Denn ich habe mir vorgenommen, im kommenden Jahr weitere Stolpersteine zu ermöglichen, und zwar für die Familie von Ida Fränkel, der Ehefrau eines unserer Opfer hier in Laubegast. Sie war eine geborene Steinhart, und als ich im Zuge meiner Recherchen die Familiengeschichte erforschte, reifte der Plan in mir. Das wird dann im kommenden Jahr insgesamt 16 Stolpersteine geben: 2 für das Ehepaar Fränkel, 11 für die Familienangehörigen von Frau Fränkel (von denen nur zwei überlebten), sowie weitere drei für die Angehörigen von Marie Roy, die am Laubegaster Ufer wohnte. Ich werde witer darüber berichten.

Hier einige Fotos von der Verlegung:

Verlegung für Irma Wolff in der Gmünder Straße 7:

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Verlegung für Joseph Fränkel in der Leubener Straße 2:

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Verlegung für Marie und Richard Roy am Laubegaster Ufer 23

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Verlegung für Emil Hochberg am Kleinzschachwitzer Ufer 68

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Gedenkfeier in der Jüdischen Gemeinde Dresden

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Alle Fotos: Julian Heinrich

 

 

 

 

Hier der komplette Wortlaut meiner Rede bei der Gedenkfeier:

Guten Abend, meine sehr verehrten Damen und Herren!

Mein Name ist Claus Dethleff. Ich stehe hier stellvertretend für das Netzwerk „Laubegast ist Bunt“. Wir sind eine Gruppe von Bürgern, die sich vorgenommen hat, unseren Stadtteil bunt, weltoffen und menschenfreundlich zu gestalten. Gegründet wurde das Netzwerk nach den Kommunal- und Landtagswahlen 2009, bei denen die Partei, die für das Gegenteil von bunt, weltoffen und menschenfreundlich steht, in unserem Stadtteil in einzelnen Wahlbezirken bis zu siebeneinhalb Prozent der Stimmen erhielt.
Vorab möchte ich mich bedanken beim gesamten Netzwerk und beim Stolpersteine Dresden e.V. für die Unterstützung, besonders aber bei Hans Heydrich und Christoph Köbsch vom Netzwerk Laubegast ist Bunt, die an den Recherchen beteiligt waren.

Ich habe im November vergangenen Jahres begonnen, das Schicksal jüdischer Mitbürger in unserem Stadtteil zu erforschen. Das Schicksal dieser Menschen hat mich sehr erschüttert und tut das immer noch. In den vergangenen Monaten habe ich mich intensiv damit befasst, und jedes Mal, wenn ich etwas über diese Schicksale schrieb oder darüber berichtete, traf mich das bis tief ins Mark.

Wir haben in Laubegast und dem angrenzenden Stadtteil Kleinzschachwitz heute fünf Stolpersteine verlegt, und zwar für die folgenden Opfer der Gewaltherrschaft der Nationalsozialisten, von denen ich Ihnen nun erzählen möchte.

Den ersten Stein legten wir in der Gmünder Straße 7 im Villacher Viertel in Laubegast. Dort wohnte Irma Wolff, geb. Gellner. Sie wurde am 31. Dezember 1872 im böhmischen Brüx, dem heutigen Most im Nordwesten der Tschechischen Republik, geboren. Sie wohnte während des Krieges in der Gmünder Straße 7. Sie war Witwe und hatte keine uns bekannten Angehörigen. Eine Seniorin aus Laubegast, Jahrgang ca. 1930, die damals ein Kind war, erinnert sich gut an Frau Wolff. Sie sei eine großgewachsene, stolze Dame mit dunklen Locken gewesen, die zu den Kindern immer sehr freundlich war. Eines Tages, so die Zeitzeugin,  war sie plötzlich „verschwunden“.
Dieser Tag war der 11. Januar 1944. An diesem Tag wurde Irma Wolff im Alter von 71 Jahren mit dem Transport V/10 in das Konzentrationslager Theresienstadt deportiert.
In der Datenbank der Holocaust Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem gilt sie als verschollen, Ihr Name steht jedoch auf einer Liste von Überlebenden des Konzentrationslagers Theresienstadt. Es kann also mit Sicherheit angenommen werden, dass sie am 8. Mai 1945 die Befreiung durch die Rote Armee erleben konnte.
Wir wissen leider nicht, was danach aus Irma Wolff geworden ist.

Joseph Fränkel, für den wir einen Stolperstein in der Leubener Straße 2 verlegt haben, wohnte nicht in Laubegast, arbeitete jedoch dort.
Joseph Fränkel wurde am 18. Juni 1888 in Schneidemühl im damaligen Westpreußen geboren. Heute heißt dieser Ort Piła, er liegt 80 Km nördlich von Posen.
Joseph Fränkel wohnte zuletzt in der Hähnelstraße 1 und war verheiratet mit Ida, einer geborenen und verwitweten Steinhart. Sie hatten 1935 in der Dresdner Synagoge geheiratet. Idas erster Mann war 1925 gestorben, sie hatte zwei Kinder aus dieser Ehe, Alfred und Herta Steinhart. Ida Fränkel war Inhaberin des Kaufhauses Max Steinhart in der Louisenstr. 39, an der Ecke Alaunstraße.
Joseph Fränkel war Textilkaufmann und betrieb ein Weißwarengeschäft im Dresdner Osten, in Laubegast in der Leubener Straße, Ecke Österreicher Straße.
Bei den Novemberpogromen 1938 hinderten SA-Männer Käufer am Betreten seines Ladens, nach der Reichskristallnacht wurde sein Geschäft von den Bürgern boykottiert, an den Schaufensterscheiben stand, so berichteten mir Zeitzeugen, „Kauft nicht bei Juden!“.
Joseph Fränkels Stieftochter Herta, geboren 1915, gelang 1938 23jährig die Emigration nach England, wo sie für den Jewish World Congress arbeitete. Nach dem Krieg emigrierte sie nach Kanada, heiratete und lebte noch im Sommer 2013, 98jährig, unter dem Namen Harriet Saalheimer in einem Pflegeheim für Demenzkranke in Montreal. Der Stiefsohn Alfred wurde 1943 nach Auschwitz deportiert und gilt als verschollen.
Joseph Fränkel wurde am 23./24. November 1942, zusammen mit seiner Frau Ida, deren Schwester Rosa und ihrem Schwager Walter Steinhart in das “Judenlager Hellerberg” gebracht. Dieses Lager war von der Gestapo in Zusammenarbeit mit der Zeiss Ikon AG, der auch das Gelände gehörte, eingerichtet worden, um die knapp 300 noch in Dresden verbliebenen Juden dort zu internieren. Einer der Gründe dafür war, dass Juden nicht mehr die Straßenbahn benutzen durften. Sie mussten also zu Fuß zur Arbeit gehen, was dazu führte, dass sie oft bereits erschöpft dort ankamen. Daher suchte man nach einem Unterbringungsort in der Nähe des Arbeitsortes.
Und es gab noch einen anderen Grund: da das Lager in der Dr. Todt-Straße (heute Radeburger Straße) knapp außerhalb der Stadtgrenze lag, galt Dresden ab dem 23.11.1942 als “judenrein” bzw. “judenfrei”.
Die Lagerinsassen mussten pro Tag 60 Reichspfennige für Miete und Verpflegung zahlen. Sie verrichteten Zwangsarbeit in den der Zeiss Ikon AG gehörenden Goehlewerken, wo sie u.a. Torpedozünder montieren mussten.

Am 1. März 1943 wurde das Lager zum Ersatzpolizeigefängnis erklärt, alle Insassen wurden verhaftet und von der Bereitschaftspolizei bewacht.
Nachdem am Abend des 2. März 1943 weitere 40 jüdische Gefangene aus Chemnitz sowie die noch in Dresden verbliebenen Angestellten der Jüdischen Gemeinde hinzugekommen waren, wurden die Lagerinsassen zum Bahnhof Dresden-Neustadt transportiert. Dort wurden die mehr als 300 Menschen in 4 bis 6 leere Güterwaggons gezwungen. Am Abend des darauffolgenden Tages, des 3. März 1943, kam dieser Transport nach 24stündiger Fahrt ohne Essen und Trinken in Auschwitz Birkenau an. Joseph Fränkel war zu diesem Zeitpunkt 54 Jahre alt, seine Frau Ida war 55. Sein Schwager war bereits 64, dessen Frau 58 Jahre alt. Ebenfalls in diese Güterwaggons gepfercht war noch eine weitere, entfernte Verwandte von Ida und Joseph Fränkel, die 33 Jahre alte Sonja Steinhart mit ihren beiden Kinder Gert und Marion, 6 und 12 Jahre alt.
An diesem Tag kamen zwei Transporte mit jeweils 1500 jüdischen Gefangenen, darunter auch Menschen aus Norwegen, in Auschwitz an.
Die Männer wurden umgehend von Frauen und Kindern getrennt. Kinder und ältere Menschen beiderlei Geschlechts sowie die meisten Frauen wurden sofort nach der Ankunft in Auschwitz als nicht arbeitsfähig eingestuft, aussortiert und für den Tod in den Gaskammern bestimmt. Aus dem ersten Transport wurden 535 Männer und 145 Frauen, aus dem zweiten 50 Männer und 164 Frauen als Häftlinge registriert, die übrigen 2106 Menschen wurden in Gaskammern ermordet.
Von den Menschen des Dresdner Transportes wurden weniger als 50 ins Lager eingewiesen, alle anderen wurden für die Ermordung aussortiert.
Joseph Fränkel wurde, zusammen mit seiner Frau, seinem Schwager, seiner Schwägerin sowie Sonja Steinhart und ihren beiden Kindern, vermutlich am 3. März 1943 unmittelbar nach der Ankunft in Auschwitz-Birkenau ermordet.

Am Laubegaster Ufer 23 haben wir heute zwei Stolpersteine verlegt, und zwar für Marie und Richard Roy. Marie Roy, geb. Langer, wurde am 30. September 1895 als Tochter von Rudolf Langer und Jenny Langer in Dresden geboren. In erster Ehe war sie mit Herrn Eger verheiratet, ihr einziges Kind aus dieser Ehe starb 1933. Ihr zweiter Ehemann Richard Roy war Kaufmann. Er starb am 15. September 1935 im Zusammenhang mit den Nürnberger Gesetzen, aber aus ungeklärtem Grund.
Marie Roy hatte zwei Brüder, Alexander Langer, der nach Mauthausen und Auschwitz deportiert wurde und die Befreiung erleben konnte, und Erich Langer, der in Mauthausen erschossen wurde.
Marie Roy arbeitete als Verkäuferin. 1940 musste sie in das “Judenhaus” Maxstraße 1 ziehen. Am 23./24. November 1942 wurde sie, wie auch Joseph Fränkel und seine Frau, in das “Judenlager Hellerberg” gebracht. Marie Roy musste ebenfalls Zwangsarbeit in den der Zeiss Ikon AG gehörenden Goehlewerken verrichten.
Am Abend des 2. März 1943 wurden die Lagerinsassen zum Bahnhof Dresden-Neustadt gebracht und von dort nach Auschwitz Birkenau deportiert, wo der Transport am 3. März ankam. Marie Roy war zu diesem Zeitpunkt 47 Jahre alt.
Sie wurde unmittelbar nach der Ankunft am 3. März 1943 in Auschwitz-Birkenau ermordet.

Den letzten Stolperstein des heutigen Tages verlegten wir am Kleinzschachwitzer Ufer 68, für Emil Hochberg. Er wurde am 10. September 1874 in Osterode
im Harz geboren. Er war verheiratet mit Marta Hochberg, geb. Wetzig, die am 14. März 1886 in Dresden zur Welt kam.
Das Ehepaar Hochberg wohnte in Osterode im Harz, am Kornmarkt 6 in der Altstadt. Emil Hochberg betrieb dort ein großes Textilgeschäft.
In Osterode lebten 1933 etwa 50 Juden, wobei immer mehr jüdische Geschäftsinhaber und Unternehmer aus ihren Betrieben verdrängt wurden. Viele Juden verließen die Stadt und fanden in Amerika und Palästina Zuflucht. Die Arisierung der Geschäfte tarnte man häufig als legalen Verkauf, wobei jedoch die unter Druck stehenden Juden keine marktgerechten Preise für ihre Unternehmen erhielten.
Am 9. November 1938 wurde auch die Osteroder Synagoge geschändet und das Inventar zerstört. Unter Beteiligung einiger Osteroder Nazis verwüsteten überwiegend auswärtige SS und SA die Osteroder Synagoge und auch die verbliebenen Geschäfte und Wohnungen jüdischer Mitbürger und misshandelte viele von ihnen. Ob auch Emil Hochberg Opfer von Misshandlungen wurde, ist nicht bekannt, nach der Reichspogromnacht mussten die Hochbergs jedoch ihr Geschäft aufgeben und Osterode verlassen. Sie zogen nach Dresden, in die Geburtsstadt von Martha. Sie hatten dort Freunde.
Das Ehepaar Hochberg wohnte am Kleinzschachwitzer Ufer 68.
Später wohnte er möglicherweise noch kurze Zeit in der Emser Allee, heute Goetheallee.
Emil Hochberg wurde 1943 wegen angeblichen „Verdeckens des Judensterns“ von der Gestapo verhaftet
und nach Auschwitz deportiert. Eine letzte Nachricht von ihm ist mit dem Juli/August 1943 datiert.
Seine nichtjüdische Frau Martha war am Kriegsende 59 Jahre alt und überlebte die Verfolgungszeit. Ein letztes Lebenszeichen von ihr stammt aus dem Jahre 1955.
Emil Hochberg wurde, im Alter von 68 Jahren, am 26. August 1943 im Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau ermordet.

Meine Recherchen zu noch lebenden Verwandten der Opfer waren mühsam und kaum von Erfolg gekrönt. Besonders das Schicksal der vielen Mitglieder der Familie Steinhart ist entsetzlich. Für Walter und Rosa Steinhart, Schwägerin und Schwager von Joseph Fränkel, liegen bereits Stolpersteine in Dresden, in der Trachenberger Straße. Für die übrigen Familienmitglieder wird es im kommenden Jahr ebenfalls Stolpersteine geben.

Bei Emil Hochberg konnte ich im Zuge meiner Recherchen keine noch lebenden Verwandten finden, allerdings meldete sich vor zwei Wochen seine Nichte bei mir. Sie hatte im Internet von meiner Recherchen und der Stolperstein-Verlegung gelesen. Zwar kannte sie ihren Onkel nicht persönlich, da sie selbst erst 1943 zur Welt kam, aber sie gab mir einige Informationen und schickte mir auch ein Foto. Leider konnte Sie heute bei der Verlegung und auch bei der Gedenkstunde nicht dabei sein.

Ich fand zwei noch lebende Verwandte von Joseph Fränkel, beide in Montreal, Kanada. Neben seiner bereits erwähnten Stieftochter Herta hatte ich noch Kontakt zu einer Stief-Groß-Nichte.

Diese schrieb mir, und das soll mein Schlusswort sein, dass sie die Stolpersteine für eine sehr schöne Sache hält, denn, wie sie sagte „dann gibt es einen Ort der Erinnerung für unsere Verwandten, die keinen Grabstein haben, den man besuchen könnte“.

Vielen Dank.

Ein Gedanke zu “Stolpersteine – die Verlegung

  1. Lieber Claus,

    ich hab gerade noch einmal Deinen Text und den Hinweis gelesen, dass Du für September 2014 die Verlegung weiterer 15 oder 16 Steine planst.

    Andre Biakowski war Gast der 17. Jüdischen Musik- und Theaterwoche Dresden, in der er sein Buch “Obiad – Mehr als nur Mittagessen” (Ein Jahr in Polen mit Überlebenden des Holocaust) vorstellte. Unser Stolpersteinprojekt berührte ihn sehr, weshalb er gern im kommenden Jahr die Kosten für einen Dresdner Stolperstein übernehmen möchte.

    Könnte er nicht die Kosten für einen der Stolpersteine z.B. für Joseph oder Ida Fränkel vor deren Wohnhaus übernehmen? Er möchte den Stein nicht nur bezahlen, sondern sich auch mit der Biografie auseinandersetzen.

    Mit herzlichen Grüßen,
    Ingo

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