Samira

Samira und ihr kleiner Bruder in Moria

Samira heißt eigentlich anders, aber der Name ist hier nicht wichtig. Samira geht es schlecht. Sie ist in Moria.

Als ich Samira kennenlernte, hier in Dresden, war sie 11 Jahre alt. Es war Sommer 2016. Samira zog mit ihren beiden Brüdern (einer etwas älter als sie, der andere 2 oder 3 Jahre alt) und ihren Eltern in das Übergangswohnheim in Laubegast. Dort traf ich sie. Sie kam dann, meist mit ihrer Mutter und manchmal auch mit Mutter und Vater, zu unseren Deutschkursen. Sie war ein offenes und fröhliches Mädchen, man konnte sich mit ihr auf deutsch verständigen, das hatte sie sich selbst per App beigebracht.
Ihre Mutter war eine intelligente junge Frau, die sehr fleissig deutsch lernte. Man merkte ihr an, dass die die Chance sah, die sie in Deutschland haben könnte. „Samira“ weiterlesen

Wo der Kreis sich schließt?

Zum Beispiel bei Primark. Eigentlich ein Laden, in den ich nie im Leben einen Fuß setzen würde. Es jetzt aber doch getan habe, sogar gleich mehrfach. Und wahrscheinlich werde ich es sogar wieder tun (müssen).
Im November eröffnete die irische Kleidungskette in Dresden ihre erste Niederlassung in Ostdeutschland, in der Centrum Galerie. Es gab ein paar Proteste, der erwartete Kundenansturm zur Eröffnung bleib aus. Auch heute fällt auf, dass es da nie wirklich voll ist, nur an der Kasse bilden sich manchmal Schlangen, das ist allerdings eher ein logistisches Problem des Managements. Es fällt noch etwas auf (neben den Waren natürlich, die zu absurd niedrigen Preisen verkauft werden, was ja das eigentliche Problem ist), wenn man sich in dem Laden in der Dresdner Innenstadt bewegt: es kaufen dort sehr viele postmigrantische Menschen. Wo der Kreis sich schließt?weiterlesen