Rechtsstaat – oder nicht?

coverÜber die Ereignisse rund um den 19. Februar 2011 habe ich ja in diesem Blog schon mehrfach berichtet. Was ich an jenem Tag erlebt habe und vor Allem, was im Nachgang so alles geschah, hat bei mir einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Weil irgendwie auch mein Weltbild ins Wanken geriet, beschloss ich Ende 2011, meine Gedanken dazu aufzuschreiben, zu erzählen, was geschehen ist und auch alles, was in diesem Zusammenhang danach geschah, zu dokumentieren.
Nun werde ich beginnen, diese Aufzeichnungen, die noch nicht abgeschlossen sind, nach und nach auf diesem Blog zu veröffentlichen.

Heute gibt’s den ersten Teil. Ich werde nach und nach alle weiteren Teile veröffentlichen. Im Blogteil gibt es dann immer eine kurze Beschreibung, bis der nächste Teil veröffentlicht wird. Die Texte selbst befinden sich auf der Seite “RECHTSSTAAT”, auf der dann nach und nach der gesamte Text zu lesen sein wird. Diese Seite ist natürlich auch über das Menü oben zu erreichen.
So, und nun viel Spaß bei Lesen des 1. Teils!

Mordende Minderheit

Die

Die “schützenswerte Minderheit” marschiert am 12.2.2014 durch die Dresdner Altstadt

In der schönen Stadt Dresden, in der ich seit mehr als zwanzig Jahren lebe, betrachtet man Nazis nicht als das, was sie sind (zur Erinnerung: eine Horde von brutalen, menschenverachtenden Demokratiefeinden, die Leute zusammenschlägt und auch gern mal ermordet), sondern als schützenswerte Minderheit. Das habe ich nun schon mehrfach gehört.
Zum Beispiel von einem Richter am Amtsgericht in seiner Urteilsbegründung. Zuletzt habe ich das sogar schriftlich bekommen, von der Versammlungsbehörde Dresden.
Aber zunächst einmal ein paar Erläuterungen zur Vorgeschichte: Weiterlesen

Freispruch

nazi01Ein kurzer Bericht von einem Dresdner “Blockiererprozess”*

Gestern war ich wieder mal im Amtsgericht Dresden, als Zeuge. Zum mittlerweile fünften (!) Mal machte ich dort eine Aussage in derselben Sache, nur mit wechselnden Angeklagten, als (einziger) Zeuge der Verteidigung.
Zunächst, für alle Nicht-Dresdner und alle, die es bisher nicht mitbekommen haben, ganz kurz die Vorgeschichte: jedes Jahr um den 13. Februar herum planen Nazis einen sogenannten “Trauermarsch” durch Dresden, denn die Stadt wurde am 13. Februar 1945 durch Bomben weitgehend zerstört. Etliche Jahre wuchs diese alljährliche Aufmarsch der Rechten immer weiter an, da die Bürger beschlossen hatten, ihn durch Ignorieren immer kleiner werden zu lassen. Ab 2009 gab es endlich verstärkte Gegenproteste. Im Jahre 2010, mittlerweile wurde mit mehr als 6000 Teilnehmern der größte Neonazi-Aufmarsch Europas erwartet, beschlossen die Stadtverwaltung und die Polizei, die Elbe als natürliche Trennlinie zwischen Rechten und Gegendemonstranten zu nutzen und entwickelten ihr sogenanntes “Trennungskonzept”. Dass den Nazis dabei als Sammlungspunkt ausgerechnet der Bahnhof Neustadt zugewiesen wurde, der Bahnhof also, von dem die Nazis die Dresdner Juden nach Auschwitz deportiert hatten, bleibt bis heute vollkommen unverständlich. Weiterlesen

Big Broogle is watching you

BRernstaugengezGLE

Ich bin absolut kein Anhänger von Verschwörungstheorien (diese hier vielleicht ausgenommen) und kein ängstlichen Mensch. Ich leide nicht unter Verfolgungswahn, bin viel mehr der Zukunft als der Vergangenheit zugewandt und kein Pessimist, sondern Realist. Ich kenne mich ziemlich gut mit moderner Computertechnik und dem Internet aus.
Alle gute Gründe, NICHT in Panik zu verfallen und auch nicht den Teufel an die Wand zu malen, was die moderne digitale Welt angeht. ABER. Weiterlesen