Rassisten in der Filter-Bubble

03Schon vor mehr als einem Jahr habe ich hier über die „Filter-Bubble“ geschrieben. Diesen Begriff prägte der Internet-Polit-Aktivist Eli Pariser 2012 in seinem Buch „Filter Bubble. Wie wir im Internet entmündigt werden.“
Im Rahmen meiner Facebook-Seminare für Internet-Anfänger erzähle ich immer wieder davon – kaum jemand weiß, dass er sich in einer solchen Blase befindet, denn man merkt nichts davon.
Den Effekt kann man jedoch sehr leicht selbst überprüfen: einfach mal auf zwei Rechnern, die von verschiedenen Personen benutzt werden, bei Google denselben Suchbegriff eingeben. Es werden zwei komplett unterschiedliche Suchergebnis- Seiten dabei herauskommen.
Oft schon kam mir, wenn ich davon sprach, die Frage nach den Folgen für eine immer mehr im Internet vernetzte Gesellschaft in den Sinn. Jetzt kann man das in aller Deutlichkeit beobachten. Im realen Leben, auf der Straße. Jeden Montag in Dresden. Rassisten in der Filter-Bubbleweiterlesen

Filterbubble 2.0Filter Bubble 2.0

blaseDer Effekt ist inzwischen allgegenwärtig, wenn auch von vielen immer noch unbemerkt: die sogenannte „Filterbubble“, die Filterblase. Amazon hat mal irgendwann damit angefangen – nicht nur die Einkäufe, sondern das gesamte Surfverhalten der Nutzer zu scannen, um möglichst passgenau Produkte platzieren und dem Käufer anbieten zu können. Das kann ganz praktisch sein, wenn einem nicht ständig was angeboten wird, das man ohnehin niemals kaufen würde. Aber die Nachteile sind gravierend: neben der Datensammelei und dem Anlegen von Nutzerprofilen gerät der Kunde eben auch in die besagte Filterblase, denn mittlerweile agieren alle Internetanbieter so – Facebook, Google und Co. filtern alles heraus, was mich vermeintlich nicht interessiert. Ich befinde mich somit im Netz in einer Blase aus Dingen und Informationen, die (nach Ansicht der Kunden-Scanner) für mich interessant oder wichtig sind. Alles Andere bleibt außen vor. bubbleThere is this effect that is now omnipresent although still unnoticed by many people, which is called the „Filter Bubble“. Years ago, Amazon started it – by scanning not only the purchases, but the entire browsing behavior of users to place ads and products accurately fitting as possible. This can be useful, if you do not get ads for uninteresting products all the time. But there are some serious drawbacks: in addition to the excessive collection of personal data and the creation of user profiles, the customer is caught in the said filter bubble , because now all Internet companies use these algorithm techniques  – Facebook , Google and all the others filter out everything that supposedly is not relevant or interesting for you. Therefore, in the Internet, I am moving inside a bubble of things and information that scanners and algorithms “think” are interesting or important to me. Everything else is left out. Filterbubble 2.0Filter Bubble 2.0weiterlesen