Pokernacht im Amtsgericht

Ich möchte eine Geschichte erzählen, die sich genau so zugetragen hat. Sie beginnt am 3. Oktober 2013 und endet am 13. Mai 2014 im Amtsgericht Berlin Tiergarten. Mit einer Runde Poker.

Berlin Hellersdorf, 3. Oktober 2013. Die NPD hat eine ihrer „Gute Heimreise“-Aktionen am umstrittenen Flüchtlingsheim angemeldet, und es gibt eine Gegendemonstration. Zu dieser sind zwei junge Leute unterwegs. Sie wollen Flagge zeigen gegen Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und gegen die menschenverachtende Ideologie der Rechtsextremen. Im wahrsten Sinne des Wortes Flagge zeigen, denn sie haben sich, sind sie doch keine Transpi-Fans, zwei kleine Fahnen (Signalflaggen-Größe) gebastelt. Aus einem schwarzen Jutebeutel. Kurze Stange also, ein Stück schwarzer Stoff als Fahne, und übrig blieben beim Basteln die Tragegriffe des Jutebeutels. Da schien es eine gute Idee zu sein, diese jeweils als Schlaufe an den Enden der Fahnengriffe zu befestigen, um die Fahnen so vielleicht bei einer möglicherweise etwas länger dauernden Demo bequemer tragen zu können. Pokernacht im Amtsgerichtweiterlesen